Friedensritt 2017 in und um Bremen

Der Friedensritt 2017 findet vom 21. bis 30. Juli 2017 in und um Bremen unter der Überschrift

Stoppt das Geschäft mit dem Tod!

Nehmt den Kriegen die Waffen!

statt.

Wir suchen Leute,

  • die mitkommen – mit Pferd oder Drahtessel, ganz oder teilweise
  • die Aktionen mit organisieren wollen
  • die noch mehr Leute werben!

Nächstes Vorbereitungstreffen: 1./2. April 2017 (Bielefeld)

Kontakt:

Ute Radermacher, Tel.: 0 22 64 / 69 23

Dana Preiß, Tel.: 0 56 74 / 92 57 90

 

31. Juli – Der Friedensritt 2016 ist zu Ende!

9 aufregende Tage liegen hinter den Friedensreiterinnen und Friedensreiter. Wir sind uns einig, ein schöner Ritt, viele neue und gute Kontakte. Das Zusammenwirken von Friedensreiterinnen und Friedensreitern und den Ware starts here  Teilnehmerinnen und Teilnehmern und den Aktivisten der Offenen Heide war sehr effektiv und hat viel Freude gemacht. Für eine friedliche Welt und eine friedliche Nutzung der Colbitz- Letzlinger Heide werden wir weiter eintreten. Wir bleiben dran!

30.7. von Hütten über die Hüttenstraße nach Lindhorst

Da uns die Heeresleitung den Ritt über den Jägerstieg von Neuenhofe nach Lindhorst trotz Manöver freier Zeit untersagt hatten, mussten wir rund 7 km die Pferde über die Hüttenstraße durch den Truppenübungsplatz führen. Dankenswerterweise hat die Polizei auf der viel befahrenen Straße eine Sicherheitsbegleitung zur Verfügung gestellt. Die 1,5 h führten nun zwar immer wieder zu größeren Staus und Verkehrsbehinderungen, aber die waren von der Heeresleitung gewollt. So nutzten viele an uns vorbeifahrende Autofahrerinnen und –fahrer die Möglichkeit uns ihre Solidarität auszudrücken. Das zumindest war dann ein Ausgleich für die lange Asphaltstraße.

Nachdem der Ostrand des Truppenübungsplatzes endlich erreicht war, konnten Pferde und Reiterinnen endlich wieder in die wunderbare Natur der Colbitz-Letzlinger Heide eintauchen. Am Ende ritten wir dann den größten Lindenwald Europas, auch dieser Wald schreit danach, das Militär muss weg. Hier lohnt es sich zu verweilen und mit den alten Linden Zwiesprache zu halten.

Überglück, unverletzt und im Bewusstsein auf die Schönheit der Colbitz-Letzlinger Heide aufmerksam gemacht und die Gefahren des Truppenübungsplatz herausgestellt zu haben, sind wird dann wieder in Lindhorst angekommen.

Wir bleiben dran: Krieg.Macht.Flucht – wir wollen Frieden, Völkerständigung und Zusammenhalt!

29.7. von Zobbenitz nach Hütten zur Mitmach-Mahnwache „Kunst und Kultur und kein Krieg“

Petrus ist Sympathisant des diesjährigen Friedensritt, er ließ es nachts rechnen und am Tag schien die Sonne und die erfrischten Gräser, Blumen und Bäumen dufteten um so intensiver. Nachdem die Springreiterhochburg Zobbenitz verlassen wurde, ging es entlang von diversen Kanälen und Feuchtwiesen nach Hütten. Welche „Freude“, die Kolleginnen und Kollegen der Polizei, des Ordnungsamtes und die Feldjäger erwarteten uns schon besorgt. Ihnen war die Anzahl der Pferde, der kommenden Pferde von großer Wichtigkeit. Die Anzahl der bestellten Essen hatten sie schon selbst recherchiert. Für die Nichtvegetarier waren die Bio-Galloway-Rouladen der kulinarische Höhepunkt des diesjährigen Friedensrittes.

In Hütten konnten wir uns nach dem Aufbau der Paddocks und Zelte ganz der Mitmach-Mahnwache widmen. Mitten auf der Straße lud ein wunderschönes Sofa und ein riesiges Zirkuszelt zum Verweilen, Gedankenaustausch und Spielen ein.

28.7. Von Kloster Neundorf nach Zobbenitz

Am Donnerstag ging es westlich am Truppenübungsplatz vorbei Richtung Süden. Solange wir uns zwischen Truppenübungsplatz und B 71 aufhielten, wurden wir durch eine Hubschraubermannschaft gesichert. Nach dem Wechsel auf die westliche Seite der B 71 drehte der Hubschrauber ab. Es ging durch wunderschöne und gut riechende Kiefernwälder über die „Blauen Berge“ entlang der schönen Milde durch Pöllwitz nach Zobbenitz. Auch dieser Tag war wieder eine Bestätigung, welche wunderbaren Voraussetzungen hier für den Reit- und Fahrtourismus bestehen. Die Chancen gilt es zu entwickeln und zu nutzen.

27.7. Besuch der Gedenkstätte Isenschnibbe – Friedensaktion in der Gardelegener Innenstadt

Heute war einer der Aktionshöhepunkte. Mittags besuchten wir mit unseren Pferden die Gedenkstätte Isenschnibbe. Hier wird an die bestialische Ermordung von 1016 KZ-Häftlingen aus Mittelbau-Dora und anderen KZ-Außenlagern erinnert. Am 13. April 2045 trieben SS-Leute unter Beteiligung von Angehörigen der Wehrmacht, des Reichsarbeitsdienstes, des Volkssturms und weiterer NS-Organisationen die Häftlinge in die Scheune, verriegelten von außen die Tore und setzten den Innenraum des Gebäudes in Brand. Dafür hatten sie zuvor das Stroh auf dem Fußboden mit Benzin übergossen. Häftlinge, die aus der brennenden Scheune zu fliehen versuchten, wurden erschossen. Nur wenige entkamen diesem gezielt geplanten Massenmord, der bis tief in die Nacht hinein andauerte.

An der Gedenkstätte hatten sich zur Begrüßung der Friedensreiterinnen Vertreter der Landespolizei und des Ordnungsamtes eingefunden. Große Freude machte die Beteiligung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Friedenscamp und der Offene Heide. Nach Erläuterungen von Bernd Luge wurden dann, im Gedenken an die Opfer, die unterwegs gepflückten Blumen auf den Gräbern niedergelegt.

Dann ging es weiter in die Innenstadt von Gardelegen. Auf dem Rathausplatz wurde dann dargestellt, wie schon heute in Kriegen und militärischen Auseinandersetzungen Menschen aus unserer Mitte getötet werden. Die Aussage „Krieg tötet, vernichtet Lebensgrundlagen, führt zu Armut, Flucht und Vertreibung“.

26.7. von Brunkau nach Kloster Neundorf

Nach der Aufregung am Vortag wurde dies nun ein entspannter Ritt durch den Nordrand der Colbitz-Letzlinger Heide. Jeder Tag bestätigt erneut, welche wunderbare Landschaft hier auf Touristen, Reiterinnen und Reiter, Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer wartet. Diese Landschaft gefällt auch den Pferden. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten bisher kaum vorstellbar. Wer eine Idee für eine solche Vision entwickeln möchte, besuche doch einmal die Lüneburger Heide. Wir haben die Hoffnung, wir kriegen das Militär hier weg!